| Newsletter Juni 2009 | ||
Sehr geehrte Damen und Herren, die Ferienzeit beginnt in den ersten Bundesländern. Das ist ein guter Anlass, um über die Planung des zweiten Halbjahres nachzudenken und einige fachliche Veranstaltungen zu besuchen. Wir möchten Sie gern besonders auf das Deutsche Immobilien Sachverständigen Kolloquium der DIA und des IVD am1 3. und 14. Juli in Berlin hinweisen. Ferner findet zum erstenMal in Deutschland ein Kurs zum "Certified International Property Specialist" Mitte September in Berlin statt, der in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Maklervereinigung NAR angeboten wird. Informieren Sie sich gern über diese Angebote. Mit freundlichem Gruß Ihre IVD-Bundesgeschäftsstelle Die Themen in diesem Newsletter: 1. IVD fordert Förderung der Anschaffung selbstgenutzten Wohneigentum durch Abzug von der Steuerschuld 2. Deutsches Immobilien Sachverständigen Kolloquium am 13./14. Juli in Berlin 3. Konkurrenzschutzklauseln - Was ist zu beachten? 4. Langfrist-Entwicklung der Einzelhandelsmieten 5. Auf Unistädte achten 6. Beratungs- und Prozessstatistik 2008 7. ifo Geschäftsklima etwas aufgehellt 8. Aktuelle Themen der Öffentlichkeitsarbeit des IVD 9. Veranstaltungen / Termine der Immobilienbranche + + + 1. IVD fordert Förderung der Anschaffung selbstgenutzten Wohneigentums durch Abzug von der Steuerschuld + + + Der IVD fordert, die Anschaffung des selbstgenutzten Wohneigentums wieder gezielt und wirksam zu fördern. Unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit der Eigenheimzulage sollte die Förderung jedoch nicht über einen längeren Zeitraum in acht Jahresraten (§ 3 EigZulG), sondern im Jahr der Anschaffung beziehungsweise der Herstellung als Einmalbetrag gewährt werden. Dadurch kann sie besser als Ersatz des fehlenden Eigenkapitals eingesetzt werden. Außerdem wird dadurch eine Vielzahl von rechtlichen und verwaltungstechnischen Problemen vermieden. Um das Verwaltungsverfahren zu vereinfachen, sollte die Zulage nicht durch einen besonderen Bescheid festge setzt werden, sondern im Rahmen der Einkommensteuer-Festsetzung. Weitere Einzelheiten zur möglichen Ausgestaltung der Förderung von Wohneigentum sowie weitere steuerpolitische Forderungen des IVD hier. + + + 2. Deutsches Immobilien Sachverständigen Kolloquium am 13./14. Juli in Berlin + + +
+ + + 3. Konkurrenzschutzklauseln - Was ist zu beachten? + + + Der Berliner Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Dr. Thomas Reichelt, im Gespräch mit dem IVD über die Möglichkeiten und Grenzen von Konkurrenzschutzklauseln. Zwei Aspekte sind bei der Konkurrenzschutzklausel zu berücksichtigen - die zeitliche und die räumliche Dimension. Die räumliche Dimension der Konkurrenzschutzklausel ist von der Rechtsprechung mehrfach abgetastet worden. Man muss die Frage stellen, in welchem räumlichen Umfang kann Konkurrenzschutz gewährt werden, es also zum Schutz des Mieters dem Vermieter untersagt sein soll, einem Konkurrenzunternehmen eine vergleichbare Nutzung in einem Objekt des gleichen Vermieters zu gestatten. Üblich sind, objektabhängig, Konkurrenzschutzklauseln für Objekte des Vermieters in einem Umkreis von drei oder fünf Kilometern. Es kann aber je nach Vertragsgestaltung auch ohne ausdrückliche Regelung einen so genannten vertragsimmanenten Konkurrenzschutz zumindest im Gebäude selbst, etwa einem Einkaufszentrum, geben. Ferner wird normalerweise eine möglichst genaue Beschreibung der Nutzung vereinbart, und zwar des konkreten Sortiments. Dies erfolgt möglichst differenziert, um auch dem Vermieter die Möglichkeit zu geben, gegebenenfalls sinnvolle Ergänzungsnutzungen in ein Objekt hineinzunehmen. Das vollständige Interview hier. + + + 4. Langfrist-Entwicklung der Einzelhandelsmieten + + + In den vergangenen zehn Jahren sind die Mieten für kleine Einzelhandelsgeschäfte (bis ca. 100 Quadratmeter Ladenfläche) in 1a-Lage im Geschäftskern um knapp drei Prozent gesunken, wie sich aus einem Durchschnittsvergleich der Ladenmieten von 40 Großstädten aus den Jahren 1998 bis 2008 ergibt, den der IVD anhand des IVD-Gewerbe-Preisspiegels 2008/2009 vorgenommen hat. Zahlte man in diesen Städten für einen Quadratmeter ebenerdiger Ladenfläche im Durchschnitt 1998 rund 90 Euro, müssen dafür heute knapp 87,60 Euro aufgebracht werden. An den deutschen Topstandorten fällt die Mietpreisentwicklung jedoch deutlich anders aus. Nahezu alle Metropolen verzeichnen ein Pluszeichen in der Entwicklung. So sind die Mieten in den 1a-Lagen der Geschäftskerne in den letzten zehn Jahren in Frankfurt um knapp 20 Prozent, in Köln um knapp 25 Prozent und in Düsseldorf und München um rund 40 Prozent gestiegen. Jedoch sieht das Bild in den so genannten 1b-Lagen der Geschäftskerne und den Nebenkernlagen in diesen Städten ganz anders aus. Hier liegen Mietpreisrückgänge allesamt im zweistelligen Prozentbereich. Im 10-Jahres-Durchschnittsvergleich der 40 Großstädte sind Rückgänge in Höhe von knapp 20 Prozent in den 1b-Lagen der Geschäftskerne zu verzeichnen. Der zum Teil erhebliche Mietenverfall resultiert unter anderem aus der stetigen Zunahme der Verkaufsflächen. "Das anhaltende Flächenwachstum bei gleichzeitig schwacher Umsatzentwicklung führt zwangsläufig zu einer weiterhin rückläufigen Flächenproduktivität", wie Peter-Georg Wagner, Leiter der Marktforschung im IVD, erläutert. Entwicklung der Einzelhandelsmieten in deutschen Großstädten hier . + + + 5. Auf Unistädte achten + + + Die deutschen Wohnungsmärkte gelten als vergleichsweise stabil. Allerdings sind die regionalen Unterschiede bekanntlich überaus gravierend. Deutsche Bank Research hat zwei einfache Unterscheidungsmerkmale identifiziert, die gute Hinweise auf die Wertstabilität von Wohnungen geben: zum einen der Anteil von Studierenden und zum anderen der Anteil des produzierenden Gewerbes in einer Stadt. Mehr... + + + 6. Beratungs- und Prozessstatistik 2008 + + + Rund 1,12 Millionen Rechtsberatungen haben die Juristen der 322 örtlichen Mietervereine des Deutschen Mieterbundes 2008 durchgeführt. Beratungsthema Nr. 1 waren nach wie vor die Betriebskosten. Mehr als ein Drittel aller Beratungen drehte sich im Jahr 2008 um "kalte" Nebenkosten und Heizkosten. Drastisch gestiegen ist der Beratungsbedarf bei Fragen zu Schönheitsreparaturen. Mehr... + + + 7. ifo Geschäftsklima etwas aufgehellt + + + Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Juni erneut verbessert. Die Aufhellung resultiert ausschließlich aus den Erwartungen der Unternehmen. Der Pessimismus der Befragungsteilnehmer hinsichtlich der Entwicklung im kommenden halben Jahr hat weiter abgenommen. Mit ihrer derzeitigen Geschäftslage sind die Unternehmen dagegen genauso unzufrieden wie im Mai. Die Befragungsergebnisse untermauern, dass sich die deutsche Wirtschaft allmählich stabilisiert. Mehr... + + + 8. Themen der Öffentlichkeitsarbeit des IVD + + + - IVD: Bericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft bleibt praxisfern - AIZ verleiht "Immo Idee 2009" + + + 9. Veranstaltungen / Termine der Immobilienbranche + + + 04.09.09 Maklertreff 2009 IVD West, Köln |