| Gewerbeimmobilienmarkt NRW 2009 |
Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten in vielen Bereichen des Einzelhandels- und Dienstleistungs-gewerbe zeigt sich die preisliche Entwicklung auf dem Markt für Gewerbeimmobilien stabil. Während die Büro- und Ladenmieten sich in den meisten Städten zum Vorjahr nicht veränderten, konnten Bonn und Düsseldorf gute Zuwächse verzeichnen. So stieg der Preis durchschnittlicher Büromieten in einfachen Lagen in Bonn um 9%, in guten Lagen um 3%. In Düsseldorf kam es in guten und mittelguten Lagen sogar zu einem Zuwachs von ganzen 18%. Negativer entwickelten sich hingegen die Preise in Leverkusen und Herne. In Leverkusen fielen die Ladenmieten in Nebenlagen bis zu 17% und in Herne um bis zu 24%. Attraktiv bleiben jedoch die mittelgroßen Städte des Ruhrgebiets und des Köln-Düsseldorfer Zwischenlandes mit ihren sehr wettbewerbsfähigen Büromieten. Mit der durchschnittlichen Netto-Kaltmiete in einfachen Lagen von 3 EUR/m² in Gelsenkirchen liegt der günstigste Großstadtstandort NRW in einem ähnlichen Preisniveau für Büromieten wie die ländlichen Regionen Westfalens und des Sauerlands. Die Stadt Iserlohn bildet mit 2,75 EUR/m² in einfachen Lagen den günstigsten Raum für Büromieten in NRW. In Dortmund liegt der Betrag um 3% leicht gestiegen bei 7,70 EUR/m², in Duisburg unverändert bei 8,50 EUR/m² und in Essen um 8% gesunken zum Vorjahr bei 5,50 EUR/m². Das teuerste Pflaster NRWs befindet sich in Düsseldorf, wo man mit 20 EUR/m² im Durchschnitt in guten Lagen rechnen muss. In den mittelgroßen Städten fielen die Preise besonders stark in den einfachen und guten Lagen. Die Entwicklungen in Hamm (-10% in einfachen Lagen und -6% in guten Lagen), Herne (-15% bzw. -14%), Leverkusen (-10% bzw. -11%) und Neuss (-9% bzw. -5%) unterstreichen diesen Trend. Lediglich Paderborn konnte einem Zuwachs in mittelguten (+10%) und guten Lagen (+17%) aufweisen. Ähnlich den Büromieten verhielten sich auch die Ladenmieten. Hier zahlt man mit 220 EUR/m² in den Top-Lagen der Landeshauptstadt Spitzensummen, wenn auch dieser Wert um leichte 2% im Vorjahr fiel. In Essens besten Lagen liegt der Wert bei 130 EUR/m², -7% zum Vorjahr. In Dortmund hielt sich der Netto-Kaltmietenpreis konstant bei 160 EUR/m². Bochum (100 EUR/m²), Duisburg (90 EUR/m²), Köln (200 EUR/m²) und Bonn (110 EUR/m²) verzeichneten einen leichten Preisanstieg. Im Bereich der Städte von 100.000 bis 300.000 Einwohner wie Bottrop, Hagen, Moers, Mülheim (Ruhr), Oberhausen, Recklinghausen und Remscheid blieben die Mieten unverändert. Die größere Preisabfälle waren nur in Herne (-10% bis - 29%) und Aachen (-8% bis -20%) zu verzeichnen. Die Ladenmieten in kleineren Städten waren regionalen Schwankungen unterlegen, wobei Gemeinden mit günstigerer Anbindung an die Ballungszentren weniger von sinkenden Zahlen betroffen waren als ländlichere Gemeinden. Bei Gewerbegrundstücken in Nordrhein-Westfalen läßt sich ein leichter Trend zum Preisabstieg erkennen. Zwar hielten sich die EUR/m²-Preise in den Großstädten mehrheitlich stabil, doch in den mittelgroßen und kleineren Städten sanken die Preise in mehreren Gemeinden. In der Kategorie der Großstädte über 300.000 Einwohner konnten einfache Lagen in Duisburg mit 10% den einzigen deutlichen Preisanstieg von 50 EUR auf 55 EUR bestreiten. In guten Lagen sank der m²-Preis jeweils um 8% in Duisburg (von 120 EUR auf 110 EUR) und in Dortmund (von 130 EUR auf 120 EUR). Nicht geringe Preissenkungsspannen zum Vorjahr waren in Mittelstädten wie Aachen (-7% bis -20%), Moers (0 -14%) und Mönchengladbach (-13% bis -17%) erkennbar. In der wirtschaftlich kräftigen Ruhrstadt Mülheim (Ruhr) verteuerten sich die Gewerbegrundstücke hingegen deutlich (7% bis 18%). In kleineren Städten wie Pulheim und Dinslaken sanken die Preise in allen Lagen über 10%. Ratingen bleibt mit 310 EUR/m², noch vor Düsseldorf mit 300 EUR/m², der kostspieligste Boden für Gewerbegrundstücke. Der Preisspiegel Gewerbeimmobilienmarkt NRW 2009 kann für 30 Euro (inkl. MwSt., zzgl. Versand) beim IVD-West bestellt werden, Tel: (0221) 95 14 97-0, Mail: info@ivd-west.net ![]() |