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Gewerbemieten in Sachsen und Sachsen-Anhalt mit gutem Ergebnis


Unterschiedliche Entwicklung in den Großstädten / Spitzenmieten mehrheitlich stabil

Die Mieten für Gewerbeobjekte in den beiden Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt präsentieren sich in diesem Jahr mit einem guten Ergebnis. Dies geht aus dem aktuellen Gewerbepreisspiegel des IVD Bundesverbandes hervor. Demnach sind in den meisten Orten die Preise weitgehend unverändert geblieben beziehungsweise sogar angestiegen. Vor allem Großstädte und mittelgroße Städte konnten teilweise kräftig zulegen. Wie bereits im Jahr 2008 gilt: Der hohe Auslastungsgrad sowie die geringe Neubautätigkeit sorgen hierbei sowohl in den begehrten Innenstadt nahen Lagen als auch in den Nebenkernen für eine beständige Preisstruktur. Im Vergleich dazu zeigt sich in den kleineren Städten hingegen eher ein sehr leichter Abwärtstrend. Wenn auch nur marginal, so zeigt die Preiskurve doch in den meisten Fällen nach unten.

Während die Preise für Ladenmieten in mittelgroßen Städten wie Delitzsch, Dessau, Görlitz oder Plauen vor allem im Geschäftskern und in sehr guter Lage teilweise deutlich angezogen haben, ist bei anderen Städten vergleichbarer Größe eher eine Stagnation festzustellen. Gerade in den 1b-Lagen des Geschäftskernes zeigen sich kaum Veränderungen. „Besonders statisch sind im Jahr 2009 vor allem die Entwicklungen in den Großstädten“, sagt Jürgen Poschmann, Regionalvorsitzender des IVD Mitte-Ost. Obwohl Leipzig gerade in den Toplagen nach wie vor das Maß der Dinge sei, so verzeichneten doch vor allem Chemnitz, Halle und Dresden deutlich Zuwächse bei den Mieten.

Poschmann: „Gerade die sächsische Landeshauptstadt kommt mittlerweile nahezu an die Preisstruktur Leipzigs heran.“ Augenscheinlich werde dies besonders im Geschäftskern, also den innenstadtnahen Lagen. Außerhalb der begehrten City ist Dresden teilweise schon deutlich an Leipzig vorbeigezogen. Ein ganz anderes Bild zeigt sich in Sachsen-Anhalt. Hier hat die Landeshauptstadt in allen Lagen Mietpreis-verluste hinnehmen müssen und kommt weder in 1a- noch in 1b-Lagen an das Niveau von Halle herein. „Die Saalestadt profitiert dabei eindeutig, von der geografischen Nähe zu Leipzig“, schätzt der Regionalvorsitzende ein.

Die Höchstmieten für Spitzenobjekte in Top-Lagen sind in diesem Jahr weitestgehend abgesunken. Besonders Leipzig hat mit einem Absinken von 20 Euro pro Quadratmeter einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen, während Städte wie Chemnitz und Dresden teils deutlich zulegen konnten. Waren im vergangenen Jahr vor allem die mittelgroßen Städte wie Bautzen, Dessau, Schönebeck, Torgau oder Wurzen durch einen Anstieg der Spitzenmieten aufgefallen, registrieren die IVD-Makler in diesem Jahr in der Mehrzahl ein stabiles Preisniveau.

Der Büromarkt in den beiden Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt hat 2009 deutlich die Auswirkungen der Immobilien- und Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. „Da kreditfinanzierte Portfoliokäufe inzwischen die Ausnahme sind, sind nicht nur die Umsätze bei den Gewerbeimmobilien-maklern zurückgegangen, sondern auch die durchschnittlichen Mietpreise“, so Poschmann. Lediglich die Großstädte Dresden, Leipzig, Magdeburg sowie Aue-Schwarzenberg vermelden einen Anstieg der Bürospitzenmieten in Toplagen. Die Mehrzahl der erfassten Städte erleben im Vergleich dazu ein Minus bei den Spitzenbüromieten.

Oktober, 2009