Publikationen


Jahrbuch Immobilien 2008

Analysen, Trends, Perspektiven mehr...
Freizeitimmobilien als Standortfaktor

Nach den Turbulenzen in der Großkino- und Musicalszene haben Freizeitimmobilien zur Zeit bei den Immobilienprofis einen schweren Stand. Doch für die Belebung innerstädtischer Quartiere kann diese Form der Spezialimmobilie einen wertvollen Beitrag leisten. Insgesamt geht der Trend aus Sicht der Freizeitwirtschaft wieder stärker in die Innenstadt. Gerade in den Abendstunden können Freizeitimmobilien der Verödung der Innenstadt wirksam entgegenwirken. Auf-grund der hohen Mietpreise leidet in vielen Innenstädten die harmonische Mischung aus Einzelhandel, Freizeit und Gastronomie, eine Entwicklung, die auch in den USA in starkem Maße zu beobachten ist. Gegenwärtig werden daher auch in Deutschland Konzepte zu Business Improvement Districts in Modellprojekten angegangen, um die Innenstädte wieder attraktiver zu gestalten. Künftig werden neben der demografischen Entwicklung vor allem die Informationstechnologie und die veränderten Lebensformen Einfluss auf den Freizeitanlagemarkt neh-men. Wie stark diese Einflüsse zum Tragen kommen, hängt davon ab, wie gut es der Freizeitindustrie gelingt, ihr Angebot an die gesellschaftlichen Veränderung anzupassen. Der Freizeitanlagenmarkt hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er immer wieder neue Konzepte hervorbringen kann. Er wird daher auch in Zu-kunft für Entwickler, Investoren und Bevölkerung interessant bleiben.

Auszugsweise aus: Sachverständigen Infodienst, 02/2005