Bundesweit nur moderater Preisanstieg bei Wohnimmobilien

Trotz der vitalen Nachfrage und der hohen Aufmerksamkeit für Immobilien in der Öffentlichkeit sind die Preise für Wohneigentum deutschlandweit nur moderat gestiegen. Der Quadratmeterpreis für eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert liegt in Deutschland gegenwärtig bei 979,61 Euro, das sind 2,3 Prozent mehr als im Jahr 2010. In den Großstädten fallen die Preissteigerungen weit deutlicher aus: So sind in Städten mit 250.000 – 500.000 Einwohner die Preise um 5,5 Prozent und in Städten über 500.000 Einwohner um 4,4 Prozent gestiegen. In den Mittel- und Kleinstädten sind die Preise nur um drei Prozent angewachsen.
Immobilienkäufer finden in dem heutigen Markt ein sehr gutes Marktumfeld vor. Die historisch niedrigen Zinsen und das weiterhin günstige Preisniveau von Wohnimmobilien sprechen für den Kauf von Wohnimmobilien. Der Goldpreis bewegt sich auf Höchstniveau mit der Gefahr starker Kursschwankung. Dagegen befinden sich die Wohnimmobilien deutschlandweit unterhalb des langfristigen Preisniveaus. Wer heute Immobilien kauft, erwirbt diese nicht in einer Preisblase.
Eigentumswohnungen Neubau
Bei Neubau-Eigentumswohnungen ist eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Die Preise für neu gebaute Eigentumswohnungen mit mittlerem Wohnwert liegen um 2,7 Prozent höher als im Vorjahr. Im Segment „guter Wohnwert“ liegt die Steigerungsrate bei 3,3 Prozent. Für einen Quadratmeter beläuft sich der aktuelle Durchschnittspreis auf 1.867 Euro.
Einfamilienhäuser
Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit mittlerem Wohnwert kostet in Deutschland derzeit 199.824 Euro, das sind 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern sind Steigerungen von 2,6 Prozent zu beobachten.
Steigende Wohnungsmieten im Bestand
Die Preissteigerungen sind auch bei Wohnungsmieten zu beobachten. 4,96 Euro pro Quadratmeter beträgt die Neuvertragsmiete für eine Altbauwohnung (vor 1948 errichtet) mit mittlerem Wohnwert im Bundesdurchschnitt – das sind 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies stellt einen moderaten Preisanstieg dar, da die Inflationsrate im gleichen Zeitraum ebenfalls bei 2,4 Prozent lag. Für Wohnungen ab Baujahr 1949 beläuft sich die Quadratmetermiete auf 5,45 Euro (+ 2,1 Prozent). Die Neuvertragsmieten für Wohnungen in Deutschland steigen kontinuierlich und nahezu flächendeckend an. In den Großstädten haben sich die Steigerungsraten auf 5,8 (Baujahr bis 1948) und 3,8 Prozent (Baujahr nach 1949) hochgeschraubt, aber auch in den Städten mit maximal 50.000 Einwohnern sind um 2,8 beziehungsweise 2,1 Prozent höhere Mietpreise zu beobachten. Sogar im ländlichen Raum und in Städten mit weniger als 30.000 Einwohnern haben sich die Mieten im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 beziehungsweise 1 Prozent erhöht.
Wohnungsmieten Neubau
Auch im Neubaubereich sind steigende Mieten zu beobachten. Die Steigerungsraten fallen allerdings niedriger aus. Das Plus für Neubau-Mieten (mittlerer Wohnwert) beläuft sich in Großstädten auf 2,8 Prozent und im ländlichen Raum auf 1,2 Prozent. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Neubauwohnungen beträgt derzeit 6,6 Euro pro Quadratmeter.
Der IVD-Wohn-Preisspiegel 2011/2012 enthält die Preise für Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser, Reihenhäuser sowie Baugrundstücke sowie Wohnungsmieten in rund 340 deutschen Städten und kann für 75 Euro im IVD-Shop bestellt werden (www.ivd-webshop.net).























